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Lennart Schilgen: Liedermacher, Kabarettist und Meister des feinen Wortwitzes

Lennart Schilgen ist ein deutscher Liedermacher, Singer-Songwriter, Dichter und Musikkabarettist aus Berlin. Er verbindet Musik mit Sprachwitz, absurden Gedanken, Selbstironie und überraschend ernsten Momenten. Auf der Bühne begleitet er sich vor allem mit Gitarre und Klavier.

Bekannt wurde Schilgen durch Soloprogramme wie „Engelszungenbrecher“, „Verklärungsbedarf“ und „Abwesenheitsnotizen“. Dazu kommen zahlreiche Auszeichnungen aus der deutschen Kabarett- und Kleinkunstszene. 2026 beginnt ein neues Kapitel: Sein viertes Bühnenprogramm „… macht nichts! Lieder vom Schleifen und Schleifen lassen“ steht vor seiner offiziellen Premiere in Berlin.

FaktInformation
NameLennart Schilgen
Geburtsjahr1988
GeburtsortBerlin
BerufLiedermacher, Singer-Songwriter, Musikkabarettist, Dichter
InstrumenteGitarre, Klavier
Solo auf der Bühneseit 2012
Erstes Soloprogramm„Engelszungenbrecher“
Weitere Programme„Verklärungsbedarf“, „Abwesenheitsnotizen“
Neues Programm 2026„… macht nichts! Lieder vom Schleifen und Schleifen lassen“
Bekannte AuszeichnungenPrix Pantheon, Stuttgarter Besen, Tuttlinger Krähe

Wer ist Lennart Schilgen?

Lennart Schilgen wurde 1988 in Berlin geboren und gehört zur deutschsprachigen Liedermacher- und Musikkabarett-Szene. Als Geburtsdatum wird in biografischen Angaben der 13. Oktober 1988 genannt. Seine eigene Künstlerbiografie bestätigt vor allem das Geburtsjahr und Berlin als Geburtsort.

Eine einfache Bezeichnung wie „Sänger“ beschreibt seine Arbeit nur teilweise. Schilgen schreibt seine Texte selbst, komponiert, singt, spielt Klavier und Gitarre und trägt auch Gedichte vor. Musik und Sprache sind bei ihm eng miteinander verbunden.

Dabei bewegt er sich zwischen mehreren Formen. Manche Stücke funktionieren wie klassische Liedermacher-Songs, andere gehen stärker in Richtung Pop, Chanson oder Rock ’n’ Roll. Wieder andere leben hauptsächlich von einer Pointe oder einer sprachlichen Idee und stehen damit näher am Kabarett.

Typisch ist, dass eine Geschichte zunächst harmlos oder sogar romantisch wirken kann. Erst nach einigen Zeilen verändert sich die Perspektive. Aus etwas Alltäglichem wird etwas Absurdes, Melancholisches oder überraschend Komisches.

Von Berlin und der Schulband zur Solokarriere

Musik spielte schon früh eine Rolle in Schilgens Leben. Er erhielt klassischen Klavierunterricht. Das Gitarrenspiel brachte er sich später selbst bei.

Bereits während seiner Schulzeit schrieb er eigene Lieder. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Berliner Band „Tonträger“, die er gemeinsam mit Freunden gründete. Schilgen war dort nicht nur Sänger und Musiker, sondern insbesondere als Texter und Komponist beteiligt.

Die Arbeit in einer Band half ihm dabei, seinen eigenen Stil zu entwickeln. Später verlagerte sich ein größerer Teil seiner Tätigkeit auf Solokonzerte und Musikkabarett.

2011 nahm Schilgen an der Celler Schule teil. Dabei handelt es sich um eine bekannte Ausbildungs- und Förderstätte für deutschsprachige Liedermacher und Songtexter. Ab 2013 war er zudem mit SAGO, der Akademie für Musik und Poesie, verbunden.

Seit 2012 tritt Lennart Schilgen auch als Solokünstler auf. Der Schritt war entscheidend für seine weitere Karriere. Nun standen seine Texte, seine Stimme sowie Klavier und Gitarre noch stärker im Mittelpunkt.

Sein erstes abendfüllendes Soloprogramm folgte wenige Jahre später.

Die Programme von Lennart Schilgen

Der Werdegang von Lennart Schilgen lässt sich besonders gut an seinen Bühnenprogrammen nachvollziehen. Jedes Programm verbindet Musik und Sprache, setzt aber eigene Schwerpunkte.

„Engelszungenbrecher“ war sein erstes Soloprogramm. Die Premiere fand 2015 im Zebrano-Theater in Berlin statt. Darin entwickelte Schilgen viele Elemente, die später zu seinem Markenzeichen wurden: Wortspiele, doppelte Böden, ungewöhnliche Beobachtungen und abrupte Wechsel zwischen Gefühl und Komik.

2019 folgte „Verklärungsbedarf – Lieder vom Schwarzmalen & Schönfärben“. Die Premiere fand in der Berliner Bar jeder Vernunft statt. Der Titel beschreibt bereits ein Grundprinzip des Programms. Schilgen beschäftigt sich darin damit, wie Menschen sich selbst, ihre Beziehungen und ihre Umwelt wahrnehmen und dabei manchmal ihre eigene Version der Wirklichkeit erschaffen.

Mit „Abwesenheitsnotizen“ brachte er 2023 sein drittes abendfüllendes Programm heraus. Die Premierenabende fanden am 24. und 25. März im Mehringhof-Theater in Berlin statt.

Neben Liedern bekamen Gedichte darin noch mehr Raum. Inhaltlich geht es unter anderem um Umwege, Rückzug, persönliche Schwächen, Erinnerungen und Gedanken, die sich nicht immer so verhalten, wie ihr Besitzer es gerne hätte.

2026 erschien außerdem ein Live-Album zu „Abwesenheitsnotizen“.

Das neue Programm 2026

Im September 2026 beginnt die nächste Phase seiner Bühnenarbeit. Sein viertes Programm trägt den Titel „… macht nichts! Lieder vom Schleifen und Schleifen lassen“.

Die ersten Voraufführungen sind für September 2026 angesetzt. Die offizielle Berliner Premiere findet nach aktuellem Stand am 19. September 2026 im Mehringhof-Theater statt.

Thematisch geht es um Wiederholungen, Aufschieben, Routinen und Gedankenkreisläufe. Schilgen beschäftigt sich also mit Situationen, in denen Menschen immer wieder bei denselben Problemen landen – und mit der Frage, ob man aus solchen Schleifen überhaupt herauskommen muss.

Auch hier bleiben Lieder und Gedichte die beiden zentralen Formen.

Was macht seinen musikalischen und sprachlichen Stil aus?

Bei Lennart Schilgen ist der Text nicht bloß Begleitung zur Musik. Oft trägt eine einzelne Formulierung die ganze Idee eines Liedes.

Seine Stücke arbeiten häufig mit einem einfachen Prinzip: Eine bekannte Situation wird aus einem ungewohnten Blickwinkel erzählt.

Das kann eine Beziehung sein, eine verpasste Gelegenheit, ein gesellschaftlicher Widerspruch oder eine persönliche Schwäche. Der Ausgangspunkt bleibt verständlich. Die Richtung, in die sich das Lied entwickelt, ist dagegen oft schwer vorherzusehen.

Musikalisch legt sich Schilgen nicht auf eine einzige Form fest. Elemente von Chanson, Pop, Rock ’n’ Roll und klassischer Liedermacher-Tradition stehen nebeneinander. Gerade diese Mischung unterscheidet ihn von Künstlern, die sich ausschließlich als Comedian oder ausschließlich als Singer-Songwriter verstehen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Selbstironie. Die Figur auf der Bühne steht nicht über den Menschen, über die sie spricht. Schilgen macht die eigenen Fehler und Widersprüche regelmäßig selbst zum Thema.

Dadurch entsteht Humor nicht nur auf Kosten anderer. Häufig ist er selbst Teil des Problems.

Neben den Liedern haben sich auch Gedichte zu einem festen Bestandteil seiner Arbeit entwickelt. Dabei spielen Klang, Rhythmus, Reime und bewusst absurde Kombinationen eine große Rolle.

Preise und wichtige Stationen seiner Karriere

Lennart Schilgen wurde im Laufe seiner Karriere mit mehreren Preisen der deutschen Liedermacher-, Kabarett- und Kleinkunstszene ausgezeichnet.

Zu den wichtigen Stationen gehören der Nachwuchspreis des Deutschen Chansonpreises 2015 und der erste Platz beim Bielefelder Kabarettpreis 2016.

2017 gewann er zusammen mit „Tonträger“ sowohl bei der St. Ingberter Pfanne als auch beim Herborner Schlumpeweck Auszeichnungen. Im selben Jahr erreichte er beim Troubadour Deutschen Song Contest den dritten Platz.

2018 erhielt er den Goldenen Stuttgarter Besen.

Besonders bedeutend war 2019 der Prix Pantheon. Schilgen gewann dort den Jurypreis in der Kategorie „Frühreif & Verdorben“. Der Prix Pantheon gehört zu den bekannten Auszeichnungen der deutschsprachigen Kabarett- und Satirelandschaft.

Ebenfalls 2019 gehörte er zu den Preisträgern des Förderpreises für junge Liedermacher der Hanns-Seidel-Stiftung bei „Lieder auf Banz“.

2020 folgte der erste Preis bei der Tuttlinger Krähe.

Damit entwickelte sich seine Karriere nicht aufgrund eines einzelnen Wettbewerbserfolgs. Die Auszeichnungen verteilen sich über mehrere Jahre und stammen aus unterschiedlichen Bereichen zwischen Liedermacherkunst, Chanson und Kabarett.

Musik, Lyrik und radioeins

Schilgens Arbeit findet nicht nur auf Theater- und Kleinkunstbühnen statt.

2017 erschien eine Live-Aufnahme von „Engelszungenbrecher“. 2019 folgte ein Live-Mitschnitt von „Verklärungsbedarf“.

Mit der EP „Populärmusik“ zeigte er 2021 stärker die musikalische Seite seiner Arbeit. Zu den Liedern der EP gehören unter anderem „Wir verstehen uns blind“, „Müssten wir uns nicht küssen“, „Ich lass es nur geschehen“, „Lea“ und „Ich bleib hier“.

2022 veröffentlichte Schilgen außerdem den Lyrikband „Gesammelte Werke. Band I“ im Selbstverlag. Das Buch enthält Gedichte aus seinen Bühnenprogrammen sowie weitere Texte. Eine erweiterte und überarbeitete Neuauflage erschien 2024.

Seit Juli 2025 ist Schilgen zudem bei radioeins mit einer eigenen Gedicht-Rubrik vertreten. Sie trägt den Titel „Der Verseflüsterer – Lyrischer Schabernack von Lennart Schilgen“.

Damit ist die Lyrik inzwischen mehr als nur ein Zusatz zu seinen Konzerten. Sie bildet neben Musik und Kabarett einen eigenständigen Teil seiner künstlerischen Arbeit.

Im Februar 2026 kam mit „Abwesenheitsnotizen“ ein weiteres Live-Album hinzu.

Was ist über Lennart Schilgens Privatleben bekannt?

Über das Privatleben von Lennart Schilgen gibt es wesentlich weniger verlässliche Informationen als über seine berufliche Laufbahn.

Öffentlich verfügbare seriöse Quellen konzentrieren sich hauptsächlich auf seine Musik, seine Programme, seine Auszeichnungen und seine Auftritte. Belastbare Angaben zu einer aktuellen Partnerin, Ehe oder eigenen Kindern sind nicht ausreichend öffentlich bestätigt.

Deshalb wäre es irreführend, aus seinen Liedern Rückschlüsse auf reale Beziehungen zu ziehen.

Gerade bei einem Liedermacher ist diese Unterscheidung wichtig. Ein Song kann aus eigenen Beobachtungen entstehen, Elemente verschiedener Erlebnisse verbinden oder vollständig erfunden sein. Eine Figur in einem Lied ist nicht automatisch Schilgen selbst.

Auch romantische oder persönliche Texte sind deshalb kein Beleg für seinen aktuellen Beziehungsstatus.

Wer nach „Lennart Schilgen Freundin“, „Lennart Schilgen Frau“ oder ähnlichen Begriffen sucht, sollte zwischen seiner Bühnenkunst und belegbaren privaten Informationen unterscheiden. Eine zuverlässige öffentliche Bestätigung zu diesem Bereich liegt derzeit nicht in einem Umfang vor, der konkrete Aussagen rechtfertigen würde.

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Lennart Schilgen 2026: Was macht er heute?

Lennart Schilgen ist 2026 weiterhin als Liedermacher und Musikkabarettist aktiv.

Dabei befindet sich seine Karriere gerade in einer Übergangsphase. Einerseits wird „Abwesenheitsnotizen“ weiterhin auf verschiedenen Bühnen gespielt. Andererseits beginnt bereits die Tourphase seines vierten Programms „… macht nichts!“.

Die ersten Vorpremieren finden im September 2026 statt. Für den 19. September ist die Berliner Premiere im Mehringhof-Theater angekündigt. Anschließend stehen zahlreiche Auftritte in deutschen Städten und weitere Termine im deutschsprachigen Raum auf dem Programm.

Auch seine Lyrik bleibt präsent. Über „Der Verseflüsterer“ erreicht sie zusätzlich ein Radiopublikum.

Das zeigt zugleich, warum ältere Kurzbiografien über Lennart Schilgen inzwischen unvollständig sein können. Wer ihn nur mit „Engelszungenbrecher“ oder „Verklärungsbedarf“ verbindet, bildet seine heutige Arbeit nicht mehr vollständig ab. Neben dem Musikkabarett gehören inzwischen mehrere Soloprogramme, veröffentlichte Musik, ein Lyrikband und eine eigene Radio-Rubrik zu seinem künstlerischen Profil.

Häufige Fragen zu Lennart Schilgen

Wer ist Lennart Schilgen?
Lennart Schilgen ist ein deutscher Liedermacher, Singer-Songwriter, Dichter und Musikkabarettist aus Berlin. Er verbindet Musik mit Wortwitz, Lyrik und Kabarett.

Wann wurde Lennart Schilgen geboren?
Er wurde 1988 in Berlin geboren. Als Geburtsdatum wird in biografischen Quellen der 13. Oktober 1988 angegeben.

Wie alt ist Lennart Schilgen?
Auf Grundlage des angegebenen Geburtsdatums ist Lennart Schilgen im September 2026 37 Jahre alt. Am 13. Oktober 2026 würde er 38 Jahre alt.

Welche Instrumente spielt Lennart Schilgen?
Er begleitet sich hauptsächlich auf Gitarre und Klavier. Klavier lernte er bereits früh; Gitarre brachte er sich später selbst bei.

Welche Programme hat Lennart Schilgen?
Seine Soloprogramme sind „Engelszungenbrecher“, „Verklärungsbedarf“, „Abwesenheitsnotizen“ und ab 2026 „… macht nichts! Lieder vom Schleifen und Schleifen lassen“.

Welche Preise hat Lennart Schilgen gewonnen?
Zu seinen Auszeichnungen gehören unter anderem der Bielefelder Kabarettpreis, der Goldene Stuttgarter Besen, der Jurypreis des Prix Pantheon und der erste Preis der Tuttlinger Krähe.

Hat Lennart Schilgen eine Frau oder Freundin?
Über einen aktuellen Beziehungsstatus gibt es keine ausreichend verlässlich bestätigten öffentlichen Informationen. Aussagen über eine Partnerin oder Ehe sollten deshalb nicht als Tatsache dargestellt werden.

Fazit

Lennart Schilgen hat sich von einem Berliner Nachwuchsmusiker und Bandtexter zu einem mehrfach ausgezeichneten Liedermacher, Dichter und Musikkabarettisten entwickelt. Besonders charakteristisch ist seine Verbindung aus eingängiger Musik und Texten, die oft erst auf den zweiten Blick ihre eigentliche Pointe zeigen.

Seine Laufbahn reicht inzwischen weit über einzelne Kabarettpreise hinaus. Mehrere abendfüllende Programme, Veröffentlichungen wie „Populärmusik“, ein eigener Lyrikband, die radioeins-Rubrik „Der Verseflüsterer“ und zahlreiche Auftritte zeigen die verschiedenen Seiten seiner Arbeit.

2026 wird dabei zu einem wichtigen Jahr: Nach dem Live-Album „Abwesenheitsnotizen“ beginnt mit „… macht nichts!“ bereits sein viertes Bühnenprogramm. Wer seine weitere Entwicklung verfolgen möchte, sollte deshalb besonders auf die neuen Auftritte und Veröffentlichungen ab Herbst 2026 achten.

Sabine Meyer
Sabine Meyerhttps://nachrichtenpress.de
Sabine Meyer lebt in Köln und begann ihre journalistische Arbeit über lokale Gemeinschaftsprojekte und unabhängige Online-Publikationen, wo sie zunächst über regionale Entwicklungen, das öffentliche Leben und gesellschaftliche Themen berichtete, bevor sie sich breiterer redaktioneller Arbeit zuwandte. Ihr Werdegang liegt zwischen klassischer Ausbildung und autodidaktischem Lernen: Sie bringt einen kommunikations- und sozialwissenschaftlich geprägten Hintergrund mit und hat sich Recherche, Interviewführung, Faktenprüfung und digitales Publizieren über die Jahre praktisch angeeignet, ohne eine klassische Laufbahn in einer großen Redaktion durchlaufen zu haben. Seit etwa 7 bis 9 Jahren schreibt sie über deutsches Zeitgeschehen, Gesellschaft, Verbraucherthemen, digitale Trends, regionale Entwicklungen, Bildung, Arbeit und alltägliche wirtschaftliche Fragen. Bei nachrichtenpress.de bringt sie diese breite Themenkenntnis mit einem sachlichen, gut recherchierten Blick auf aktuelle Nachrichten und deren Auswirkungen auf den Alltag der Menschen ein.
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